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Geschichten

Das Vermächtnis des Konstanzer Kräuterbuchs – von Marcel Rothmund

Im Linzgau 1903: Auf der Flucht durch finsteren Wald bricht ein junger Mann blutüberströmt auf dem abgelegenen Vrenenhof zusammen. Dort wohnt die heilkundige Elisabeth, die den Schwerverletzten bei sich aufnimmt und ihm das Leben rettet. Ihre Heilkunst beruht auf einem uralten Buch aus dem Kloster der Hildegard von Bingen - dem Konstanzer Kräuterbuch. Elisabeth hat es von ihren Vorfahrinnen geerbt, von denen einige einst als Hexen verfolgt wurden. Sie ahnt nicht, dass sie mit der Rettung des Mannes einen Feind auf den Plan ruft, der sie zum Ziel einer mörderischen Intrige macht.

Das Mädchen aus dem Savoy – von Hazel Gaynor

England 1923. Dorothy Lane ist eine Träumerin, deren größtes Ziel es ist, eines Tages auf den Bühnen Londons zu tanzen. Ihr altes Leben ist während des ersten Weltkriegs zerbrochen; ihr neues beginnt als Zimmermädchen im glamourösesten Hotel der Stadt, dem Savoy. Perry, ein Komponist auf der Suche nach einer Muse, und seine Schwester Loretta May, eine gefeierte Schauspielerin, scheinen alles zu haben, wovon Dorothy träumt. Als sich ihre Wege kreuzen, hat dies für alle drei ungeahnte Konsequenzen.

Meine Freundin Lotte – von Anna Stern

Berlin, 1921: Lotte Laserstein will Malerin werden. Aber die Tore der Kunstakademie haben sich für Frauen gerade erst geöffnet. Und Lotte muss kämpfen – gegen die Ressentiments männlicher Lehrer und Kritiker und für ihre Leidenschaft, die Malerei. In der jungen Fotografin Traute findet sie eine Seelenverwandte, denn Traute ist mit ihrem Typus der Neuen Frau und ihrer Begeisterung für die Kunst das perfekte Modell für Lotte. Eine ganz besondere Beziehung entsteht. Bis die politische Situation in Deutschland für jüdische Künstlerinnen immer unerträglicher wird und Lotte schließlich fliehen muss. Kalmar, 1961: Es ist ein warmer Altweibersommer in Südschweden, den Lotte Laserstein und Traute Rose zusammen verbringen. Doch Vorwürfe und Missklang hängen zwischen ihnen, und schon bald brechen alte Wunden auf. Plötzlich können die beiden Frauen den drängenden Fragen nicht mehr entkommen. Sie müssen sich ihrer Vergangenheit stellen, in der es für sie einst um alles oder nichts ging – als Künstlerinnen und als Freundinnen.

Julius oder die Schönheit des Spiels – von Tom Saller

Wimbledon, 1937. Das legendäre Daviscup-Match zwischen Deutschland und den USA. Nicht nur die Sportwelt hält den Atem an, als Julius von Berg den Ball vor tausenden von Zuschauern in den blauen Himmel wirft. Aufgewachsen auf einer Burg über dem Rhein, hat er sein Tennistalent im Berlin der zwanziger und dreißiger Jahre zur Reife gebracht; ein internationaler Star, auf dem alle Blicke ruhen. Gebannt verfolgt Julie, seine Ehefrau, das Geschehen auf dem Rasen - ebenso wie die NS-Größen in der Nachbarloge, denn es steht so viel mehr auf dem Spiel als der greifbare Sieg. Selbstbestimmung oder Mitläufertum? Ruhm oder Schande? Unten, auf dem Centre Court, trifft Julius eine folgenschwere Entscheidung ...

3 ½ Stunden: Wie entscheidest du dich? – von Robert Krause

13. August 1961, 8:10 Uhr. Pünktlich verlässt der Interzonenzug D-151 die bayrische Hauptstadt in Richtung Ostberlin. Die meisten Passagiere sind auf dem Weg zurück in ihre Heimat, die DDR. Plötzlich macht im Zug das Gerücht die Runde, dass die Grenze dichtgemacht wird – für immer. Unter den Reisenden sind Familien mit Kindern, eine Musikband, ein Kommissar, eine Spitzensportlerin. Sie alle haben ihre Vergangenheit, ihre Geheimnisse und ihre Sehnsüchte im Gepäck. Und jede und jeder Einzelne hat nun dreieinhalb Stunden Zeit, Halt für Halt, die Entscheidung des Lebens zu treffen: «Fahre ich zurück, oder steige ich vor der Grenze aus und beginne neu?» Die Zeit läuft.

Denn sie wussten, was wir tun – von Rupert Forster

Nachkriegszeit in Bayern: Hier wächst der Arbeiterjunge Rupert Forster inmitten einer vom Wirtschaftsaufschwung geprägten Kleinstadt auf. Mit seinen Freunden erlebt er auf dem Weg zum jungen Erwachsenen spannende Abenteuer und prägende Schicksalsschläge. Es sind wahre Geschichten aus einer Zeit, in der sich die Menschen nach Normalität und Frieden sehnten, einer Zeit, in der junge Menschen wie Rupert Forster, die sich für schnelle Autos und schwere Motorräder begeisterten, als Halbstarke bezeichnet wurden. Wild, ungestüm und ausschließlich ihren Träumen verpflichtet, rebellierten sie gegen die neu entstehende Ordnung auf ihre Weise: mit Benzin im Blut und Feuer im Nacken! Tödliche Unfälle, Schießereien, Brandstiftung, Gefängnis …

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